Pädagogisches Konzept der Spielgruppe Ämmefröschli Biberist


Pädagogisches Konzept der Spielgruppe und Waldspielgruppe Ämmefröschli


Basierend auf der Spielgruppenpädagogik der IG Spielgruppen Schweiz und dem Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz und den Fokuspublikationen dazu.
 
Ablösung:
Der Ablöseprozess wird in der Spielgruppe Ämmefröschli auf das jeweilige Kind und seine Eltern abgestimmt, da jedes Kind in seiner Entwicklung an einem anderen Punkt steht. Die Spielgruppenpädagoginnen unterstützen die Kinder und Eltern aktiv beim Ablöseprozess, indem sie gemeinsam eine individuelle auf die Familie zugeschnittene Lösung erarbeiten. Wir distanzieren uns davon, dass es für den Ablöseprozess einen einzuhaltenden Fahrplan gibt!
Die Eltern müssen ihr Kind bei der Ablösung begleiten und sich Zeit nehmen für diesen wichtigen Schritt. Dem Kind diesen Schritt zutrauen, hilft bei der Ablösung.

Absenzen:
Bei Abwesenheit, Krankheit oder Ferien sind die Kinder direkt bei den jeweiligen Leiterinnen abzumelden. Telefonnummern erhalten Eltern von den jeweiligen Spielgruppenpädagoginnen. Abwesenheiten werden nicht zurückvergütet, die Eltern zahlen den Platz in der Gruppe, nicht die verbrachten Stunden.
Absenzen der Pädagoginnen werden nach Möglichkeit durch Vertretungen intern verhindert.

Anmeldung:
Anmeldungen sind nur gültig, wenn sie in schriftlicher Form vorliegen, die Anmeldung kann per sms, Whatsapp, Mail oder per Post erfolgen. Die schriftliche Anmeldung ist verbindlich und für ein ganzes Schuljahr gültig. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Eltern eine kurze Rückmeldung per sms, Whatsapp, Mail oder Post. Die Einschreibegebühr für ein ganzes Jahr beträgt 20.- und wird für die Weiterbildungen der Spielgruppenpädagoginnen verwendet.
Bei nicht Erscheinen, trotz Anmeldung, wird das ganze Halbjahr in Rechnung gestellt.
Nach Ablauf eines Schuljahres verfällt die Anmeldung. Eltern, die ihr Kind ein weiteres Jahr in die Spielgruppe schicken wollen, werden von den Spielgruppenpädagoginnen Ende Kalenderjahr auf die Neuanmeldungen aufmerksam gemacht. Jedes Kind kann bis zu drei Halbtage die Spielgruppe Ämmefröschli besuchen.

Anstellung der Spielgruppenpädagoginnen:
Angestellt sind in der Spielgruppe Ämmefröschli ausgebildete oder sich in Ausbildung zur Spielgruppenpädagogin befindliche Personen oder Personen mit abgeschlossener Ausbildung FABK oder FABB.  Als Helferinnen und Zweitpersonen können auch Personen mit nicht adäquater Ausbildung angestellt sein z.B. Grosmütter/Väter, Jugendliche, Praktikantinnen. Alle Angestellten Personen erhalten einen, auf ein Jahr befristeten Vertrag. Die Kündigungsfrist für den Vertrag beträgt drei Monate.
Alle Angestellten sind im Stundenlohn angestellt. Der Lohn wird vom Vorstand des Vereins Spielgruppe Ämmefröschli festgelegt. Der Lohn wird monatlich ausbezahlt. Es wird ein Lohnausweis für die Steuern ausgestellt.

Ausbildungen der Spielgruppenpädagoginnen:
Alle in der Spielgruppe angestellten Spielgruppenpädagoginnen haben eine adäquate Ausbildung im Umgang mit Kindern. Stete Aus und Weiterbildung des Personals ist ein Qualitätsmerkmal der Spielgruppe Ämmefröschli.

Ausflüge:
Vernetzungen mit anderen Institutionen sind uns wichtig, daher werden wir auch Ausflüge dahin unternehmen. Zum Beispiel Zentrum Oberwald oder gerne auch APH Läbesgarten.
Wenn möglich gehen wir mit den Kindern auch nach draussen zum Spielen oder Toben. Spaziergänge und kleine Ausflüge in den nahen Wald gehören ebenso dazu.

Austritt:
Während des laufenden Spielgruppenjahres ist ein Austritt jederzeit möglich. Der bezahlte Beitrag verfällt hingegen zugunsten der Spielgruppe. Austritte/Abmeldungen vor dem Start sind möglich, die 20.- Einschreibegebühren werden jedoch in Rechnung gestellt und sind dem Verein geschuldet!

Basteln/werken in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Kinder erhalten die Möglichkeit, in der Spielgruppe zu werken; nicht zu basteln. Der Unterschied besteht darin, dass beim Basteln dem Kind Vorgaben gemacht werden, wie das Endprodukt auszusehen hat. Damit nimmt man dem Kind seine Fantasie.
"Kampfbasteln beleidigt die Intelligenz des Kindes" Zitat von Daniela Braun, Professorin und Dozentin an der Universität Konstanz.
Das freie Werken, Ausprobieren, Experimentieren und Forschen fördert die Fantasie und die kreative Gestaltungskraft. Die Spielgruppenpädagoginnen halten immer ein Angebot bereit, das Kind entscheidet freiwillig, ob es das Angebot nutzen will. Die Pädagoginnen zwingen kein Kind zum Werken! Die Kinder dürfen das Angebot erweitern oder ein Angebot auswählen, indem sie nach Material fragen. Siehe auch unter Punkt: Kulturelle und ästhetische Bildung.

Besuche in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Besuche sind generell immer möglich, jedoch nicht unbedingt nötig, solange sich das Kind wohlfühlt. Besuche von (grösseren oder kleineren) Geschwistern sind sehr schwierig, da wir für diese Kinder KEINE Verantwortung übernehmen können.

Bewegung bin der Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Spielgruppe Ämmefröschli ist eine zertifizierte Bewegungsspielgruppe mit dem Label der Purzelbaum-Spielgruppe von Radix. Wir ermutigen mit unserem Bewegungsraum, dem Spielmaterial und den Ausflügen in die Natur die Kinder dazu, sich ausreichend zu bewegen. Eigene Bewegungsideen werden von den Spielgruppenpädagoginnen begrüsst und ermöglicht. Bewegte Kinder sind schlaue Kinder.

Bring und Abholzeiten:
Die Öffnungszeiten sind verbindlich. Es ist völlig ausreichend, wenn Eltern ihr Kind 5 Minuten vor Beginn zur Spielgruppe bringen und 5 Minuten vor Schluss wieder da sind, um es abzuholen. Langes Warten ist für Kinder ein Stressfaktor.
Manchmal ändern sich Bring und Abholzeiten oder sogar die Bring und Abholorte, z. B. wenn die Gruppen Ausflüge oder Ähnliches machen, die Pädagoginnen sind verpflichtet, dies mindestens eine Woche vorher schriftlich oder mündlich zu kommunizieren.

Diverses:
Falls Kinder den Spielbetrieb unverhältnismässig stören, haben die Spielgruppenpädagoginnen die Möglichkeit, Kinder vom Besuch der Spielgruppe vorübergehend zu dispensieren. Dies geschieht immer in Absprache mit Eltern, den beteiligten Spielgruppenpädagoginnen und dem Vorstand des Vereins.

Einschreibegebühren:
Bei Anmeldung eines Kindes in der Spielgruppe Ämmefröschli fallen 20.- Einschreibegebühren an. Diese Gebühren sind zu zahlen, auch wenn das Kind vor Anfang des Spielgruppenjahres wieder abgemeldet wird. Die Einschreibegebühren entlasten das Budget und ermöglichen die stete Weiter und Ausbildung der Spielgruppenpädagoginnen.

Eintritt:
Kinder ab vollendetem 2. Lebensjahr bis zum Eintritt in den Kindergarten können die Spielgruppe Ämmefröschli besuchen. Schriftliche Anmeldungen nimmt Frau Vreni Blatter entgegen. Anmeldungen für das neue Spielgruppenjahr (analog Schuljahr) werden ab Februar angenommen. Eltern, welche bereits ein Kind im Spielgruppenbetrieb haben, haben Vorrang, sie werden Ende Jahr auf die Neuanmeldung aufmerksam gemacht und können ihre Kinder früher anmelden. Alle anderen Kinder und Eltern werden schriftlich über das Angebot der Spielgruppe Ämmefröschli informiert.
Anmeldungen können nur berücksichtigt werden, wenn es noch freie Plätze hat.

Elternabend / Elternanlässe / Elterngespräche / Elternarbeit:
Die Spielgruppe Ämmefröschli bietet kurz nach dem Start einen Gesamtelternabend an, an dem Eltern Informationen zum Ablauf der Spielgruppe oder zu geplanten Aktivitäten erhalten. An diesem Abend werden Fragen beantwortet und die Eltern lernen die Spielgruppenpädagoginnen der Spielgruppe kennen.
Elternanlässe, bei denen die Eltern eingeladen werden, die Stunden in der Gruppe zu verbringen, bieten Eltern eine Möglichkeit Einblick in den Spielgruppenalltag zu nehmen, Fragen zu stellen, Antworten zu erhalten und die anderen Eltern kennenzulernen. Die Eltern werden gebeten, das Angebot zugunsten ihres Kindes wahrzunehmen. Tür und Angelgespräche beim Bringen oder Abholen sind jederzeit möglich.
Auf Wunsch bieten wir Einzelgespräche an. Eltern, die sich über den Übertritt in den Kindergarten Sorgen machen, oder die Fragen zur Entwicklung haben, wenden sich an die jeweiligen Gruppenpädagoginnen und vereinbaren einen Gesprächstermin. Die Pädagoginnen ihrerseits treten an die Eltern heran, wenn sie grössere Entwicklungsrückstände bei Kindern sehen, sie handeln immer zugunsten der Kinder, das Wohl des Kindes seine körperliche sowie geistig gesunde Entwicklung liegt dabei immer im Fokus.
Für die Zukunft erarbeitet das Team ein Konzept um Themenabende für Eltern anzubieten, dazu sind wir auf Spenden und Unterstützung Dritter angewiesen. Ziel ist im Schuljahr 2019 / 2020 erstmals einen Themenabend anzubieten.

Elternbeiträge:
Der Elternbeitrag wird 2 Mal jährlich per Rechnung eingefordert. Anfang Juli für das Halbjahr bis Skiferien und Anfang Januar für das Halbjahr bis Schuljahresende. Die Einschreibegebühr von 20.- wird mit der ersten Rechnung Anfang Juli eingefordert.
Bei nicht bezahlten Elternbeiträgen wird das Kind von den Gruppenstunden ausgeschlossen, bis der Betrag auf unserem Konto eingegangen ist.
Nicht besuchte Lektionen wegen Krankheit oder Ferien können nicht zurückerstattet werden. Die Eltern zahlen den frei gehaltenen Platz in der Gruppe! Ebenso verhält es sich an gesetzlichen Feiertagen.
Ausgefallene Lektionen infolge unvorhergesehener Abwesenheit der Spielgruppenpädagoginnen können nicht zurückerstattet werden. Abwesenheiten werden nach Möglichkeit durch Vertretungen intern geregelt.

Ferien / Feiertage:
Die Ferien und Feiertagesregelungen der Spielgruppe Ämmefröschli richten sich nach den Schulferien der Gemeindeschule Biberist.

Finken / Hausschuhe:
Das Kind braucht für den Besuch der Innengruppe, Hausschuhe, Finken oder Stoppersocken. Diese werden jedes Mal wieder vom Kind mit nach Hause genommen.

Geburtstage feiern:
Jedes Kind darf seinen Geburtstag in der Spielgruppe mit einer kleinen Zeremonie, einem kleinen Ritual feiern. Die Zeremonie, das Ritual bestimmen die Spielgruppenpädagoginnen selbst, ebenso ob und was als Präsent überreicht wird. Die Zeremonie, das Ritual wird ein Jahr lang beibehalten, damit jedes Kind gleich behandelt wird. Ob die Eltern dazu eingeladen sind, sie einen Kuchen oder Gebäck mitbringen sollen, (dürfen, müssen) wird ebenfalls von den Pädagoginnen bestimmt.

Gruppen:
Die Gruppen bestehen aus maximal 14 Kindern und zwei Personen. Jede Gruppe wird von mindestens einer ausgebildeten Spielgruppenpädagogin plus einer Helferin oder einer zweiten ausgebildeten  Spielgruppenpädagogin geleitet. Die Kindergruppen sind stabil, das heisst, die Kinder werden Anfang Jahr in einer Gruppe eingeteilt und verbleiben, wenn möglich, in dieser Gruppe ein ganzes Jahr lang. Gruppenwechsel sind nicht sinnvoll aber möglich, vorausgesetzt es hat noch freie Plätze.
Eine Gruppe startet nur bei genügend Anmeldungen. Morgengruppen bei 10 Kindern pro Gruppe, Nachmittagsgruppen bei 6 Kindern pro Gruppe.

Haftung:
Die Spielgruppe Ämmefröschli haftet nicht für mitgenommene Spielsachen oder Dinge, die die Kinder auf sich tragen.

Infos:
Die Infos zum Start oder zu bevorstehenden Aktivitäten wie Elternabend, Laternenumzug, Weihnachtsfeier etc. werden schriftlich abgegeben. Andere Infos wie zum Beispiel Lausbefall oder andere Bring und Abholzeiten oder Orte können zeitnah auch mündlich erfolgen. Für fremdsprachige Eltern werden alle Infos schriftlich verfasst, sodass sie sie gegebenenfalls übersetzen lassen können.

Kleider:
Die Eltern werden gebeten dem Kind bequeme und wettertaugliche Kleidung anzuziehen, die schmutzig werden darf. Sie werden darauf aufmerksam gemacht, keine neue oder sehr teure Kleidung anzuziehen, da wir keine Haftung für dreckige Kleidung übernehmen. Ebenso ist es mit den Schuhen, da wir auch nach draussen gehen, ist es wichtig, dass das Kind Schuhe trägt, die bequem und unproblematisch anzuziehen sind. Wenn wir mit den Kindern nach draussen gehen, werden wir die Kinder dazu anhalten sich selbstständig anzuziehen und helfen nur, wo es angezeigt ist.

Kreativität in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Wir sind sehr darauf bedacht, das Kind in seiner Kreativität zu fördern. Wir bieten immer ein Werkangebot an und versuchen das Angebot dem Entwicklungsstand der Kinder anzupassen. Was wir nicht tun werden, ist, Dinge zu »verschönern« die das Kind gemacht hat. Dies ist übergriffig und verletzt die Gefühle des Kindes. Die Eltern werden informiert die Werkarbeiten des Kindes zu akzeptieren und nach der Entstehung zu fragen, nicht nach dem Ziel. Siehe auch unten.

Kulturelle und ästhetische Bildung in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Eine Spielgruppenpädagogin verfügt über einen CAS in kultureller und ästhetischer Bildung der HKB (Kunsthochschule Bern). Uns ist es wichtig, das Kind auf kultureller und ästhetischer Ebene zu bilden. Das selbst gesteuerte Ausprobieren, Erforschen, Experimentieren und das kreative Tun mit verschiedenen Werk- Spiel-  und Mal- Angeboten, steht im Mittelpunkt. Kleinere Projekte geben dem Kind Einblicke in andere Welten. Wann immer möglich beteiligen wir uns an Aktivitäten im Dorf und gehen auf Ausflüge in die nähere oder weitere Umgebung. Ebenfalls legen wir viel Wert auf Zugang zu Bilderbüchern, Geschichten, Verse und Lieder. Damit streben wir die Erfüllung des Art. 31. der UN-Kinderrechtskonvention an!

Malen in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Unsere Farben sind ungiftig und in der Regel auswaschbar. Wir bieten den Kindern auch ein- zwei Mal im Jahr Farben an, die sich nicht mehr vollständig aus der Kleidung auswaschen lassen. Malschürzen sind erfahrungsgemäss Kreativitätskiller, daher verzichten wir darauf, allen Kindern prophylaktisch eine anzuziehen. Eltern, die wollen, dass ihr Kind eine Schürze trägt, werden gebeten, ihrem Kind eine Schürze mitzugeben und uns zu informieren.

Orientierungsrahmen:
Der Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung ist unsere »Bibel«. Die Haltung unserer Spielgruppenpädagoginnen und unser pädagogisches Konzept fundiert auf die darin beschriebenen Handlungsfelder und Leitsätze. Ein Exemplar ist in der Spielgruppe Ämmefröschli deponiert und jederzeit den Spielgruppenpädagoginnen frei zugänglich. Die Fokuspublikationen zum Orientierungsrahmen ergänzen und erweitern unser Konzept und festigen unsere Haltung. Zum Orientierungsrahmen existiert ein Mindmap wie die Handlungsfelder und Leitsätze in der Spielgruppe Ämmefröschli umgesetzt werden. Das Mindmap wird an den Elternabenden den Eltern präsentiert. Das Mindmap wird laufen ergänzt.

Öffentlichkeitsarbeit:
Wir sind interessiert an einer Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Wir helfen aktiv mit die Spielgruppe Ämmefröschli und den Kindergarten zu vernetzen, in dem wir den Kindergärtnerinnen bei Bedarf Gespräche anbieten und an den Gesamtelternveranstaltungen zur Einschulung teilnehmen. Wir erachten es wichtig eine gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung anzustreben zum Wohle der uns anvertrauten Kinder, dafür sind wir bereit in Arbeitsgruppen mitzuwirken.
Wir sind sehr interessiert an Leistungsvereinbarungen mit der Gemeindeschule Biberist.
An Veranstaltungen im Dorf, wie dem Kinderfest am Kilbisonntag oder an der Fasnacht nehmen wir wenn möglich teil.

Qualität in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Wir sind Mitglieder des SSLV des Schweizerischen Spielgruppenleiterinnenverbandes (Berufsverband der Spielgruppenleiterinnen) und der FKSo der Fach und Kontaktstelle der Spielgruppenleiterinnen Kanton Solothurn. Stete Aus und Weiterbildung gehören für uns zur Qualitätssteigerung dazu, ebenso die Teilnahme an Treffen und Weiterbildungen die von der FKSo angeboten werden.

Schweigepflicht / Datenschutz:
Unsere Spielgruppenpädagoginnen unterstehen der Schweigepflicht. Vertraulichkeiten von Kindern und Eltern dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Ein Gespräch zwischen Kindergarten und Spielgruppe, kann nur stattfinden wenn Eltern der Kindergärtnerin und /oder der Spielgruppenpädagogin, das O.K. erteilt haben.
Geben die Eltern das O.K. nicht, werden wir nichts weitergeben.
Die Kinder werden auf Fotos nie frontal zu erkennen sein. Auf Fotos, welche auf der HP oder FB, veröffentlicht werden, sind Kinder unkenntlich gemacht, nur von hinten oder der Seite zu sehen. Ausser es sind Aufnahmen von einem öffentlichen Anlass, z.B. Fasnachtsumzug, Laternenumzug, Spielfest, Schlussfest.

Soziales Lernen in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Gruppen in der Spielgruppe Ämmefröschli sind altersgemischt und sprachlich gemischt, dies ermöglicht soziales Lernen von und miteinander. Sehr offen sind wir für Kinder mit einer körperlichen und oder kognitiven Einschränkung, unsere Räume, der Aussenbereich und der Eingang dazu sind rollstuhlgängig, ebenso haben wir ein rollstuhlgängiges WC.

Sprachförderung in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Spielgruppe Ämmefröschli bietet Kindern mit einer anderen Erstsprache implizite, situative Sprachförderung im Spielgruppenalltag, gemäss Ausbildung BFS Basel und den Erkenntnissen der Uni St.Gallen. Die Spielgruppenpädagoginnen sind in der Sprachförderung bestens ausgebildet und können das Kind angemessen sprachlich fördern. Sie begleiten das Kind sprachlich durch die Spielgruppenstunden.
Handlungsbegleitendes Sprechen, Philosophieren am Znünitisch, kleine Gespräche, Freispiel, Verse, Lieder und Bilderbuchgeschichten fördern die Sprache des Kindes auf spielerische Weise. Einzelsequenzen und gezieltes Separieren der Kinder zu Unterrichtszwecken entsprechen nicht dem Spielgruppenalter, den Vorgaben der IG Spielgruppe, den Ausbildungen der oben genannten Institutionen und werden daher von uns nicht praktiziert. Das Kind lernt von und mit den anderen Kindern zusammen die Umgangssprache. Darum sind in der Spielgruppe Ämmefröschli die Gruppen gemischt und die fremdsprachigen Kinder nicht separiert.

Spielen in der Spielgruppe Ämmefröschli:
Das Kind kommt zu uns, um zu spielen. Das Kind lernt und bildet sich selbst im Spiel. Unsere Aufgabe ist, das Kind zu begleiten und seine Spielumgebung seinen Interessen anzupassen. Dazu beobachten wir das Kind und ermitteln so seine Interessen und Vorlieben. Den Kindern stehen verschiedene Bildungsräume zur freien Verfügung, ein Bewegungsraum, ein Rollenspielraum und ein Konstruktionsraum, weitere Angebote sind der Werktisch und immer frei zugänglich Bilderbücher, Bücher, diverse Spiele und Puzzles. Der grosse Aussenplatz ist über zwei doppelflüglige Freisitztüren zu erreichen und ist zur Sicherheit der Kinder eingezäunt. Das Gelände ist vielseitig und regt zum klettern an. Verschiedene Velos, Rutscher, Schaukeln und Wägelchen ergänzen das Angebot.
Je nach Pädagogin wird ein Tagebuch, Portfolio oder Ähnliches geführt.

Spielgruppenpädagogik/Spielgruppenphilosophie:
Unsere Haltung beruht auf der Spielgruppenpädagogik der IG Spielgruppen Schweiz sie ist unter www.spielgruppe.ch, Rubrik Downloads zu finden. Ebenso halten wir uns an den Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung und die Fokuspublikationen daraus, herausgegeben von der UNESCO und dem MMI.

Team:
Wir legen grossen Wert auf Teamfähigkeit. Wir bilden eine Einheit und ziehen alle am selben Strang, dies soll bei Eltern zu spüren sein. Wir treffen uns im Team zu regelmässigen Sitzungen und Intervisionen. Jedes Gruppenteam macht am Ende eines Morgens / Nachmittags eine kurze Reflexion des Geschehens, so werden Unzufriedenheiten und Probleme zeitnah besprochen und jedes Gruppenteam kann auf Auffälligkeiten zeitnah reagieren. Gemeinsame Unternehmungen des gesamten Teams stärken den Teamgeist, das können Ausflüge, auswärts Essen, Weiterbildungstage oder sonstige Treffen sein.

Verein Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Spielgruppe Ämmefröschli wird von dem Verein Spielgruppe Ämmefröschli geführt.
Der Verein hat genehmigte Statuten, einen dreiköpfigen Vorstand bestehend aus einer Kassierin, einer Aktuarin und einer Präsidentin, zwei gewählte Kassenrevisoren revidieren einmal pro Jahr die Rechnung. Der Vorstand besteht aus aktiven Spielgruppenpädagoginnen der Spielgruppe Ämmefröschli und kann beliebig mit Beisitzerinnen ergänzt werden.
Die Vereinsversammlung findet immer im Herbst eines Spielgruppenjahres statt.
Mitglieder des Vereins sind immer die aktuellen Spielgruppeneltern. Es wird kein zusätzlicher Vereinsbeitrag erhoben. Nach Ablauf eines Spielgruppenjahres können Eltern eine Gönnerschaft übernehmen und uns mit 20.- pro Jahr ideologisch unterstützen.

Versicherung:
Die Eltern sind verantwortlich, dass ihr Kind ausreichend versichert ist.
Unsere angestellten Pädagoginnen sind, so wie es das Gesetz vorschreibt, versichert. Die Spielgruppe Ämmefröschli verfügt über eine Berufshaftpflichtversicherung, abgeschlossen bei der IG Spielgruppen Schweiz.

Waldspielgruppe:
In der Waldspielgruppe verfolgen wir die Ziele der naturbezogenen Umweltbildung der IG Spielgruppen Schweiz. Beide Pädagoginnen verfügen über die entsprechende Ausbildung. Die Kinder lernen achtsam mit der Umwelt zu sein, das heisst, kein übermässiges Abreissen von Pflanzen und Pilzen, mutwilliges zertrampeln von Lebewesen und Pilzen, kein Anfassen von toten oder lebenden Tieren, ausser sie sind einer Pädagogin gezeigt worden. Da wir unseren Waldplatz an einer öffentlichen Feuerstelle haben, ist es möglich, jedes Mal ein Feuer zu machen, ausser es besteht Waldbrandgefahr. Für das Feuer ist immer dieselbe Person zuständig, die Kinder dürfen beim Feuer machen helfen, werden aber geschult, wie weit sie sich der Feuerstelle nähern dürfen. Die Kinder bringen das Znüni selber in ihrem Rucksack, den jedes Kind selbstständig tragen muss, mit. Der Weg zum Waldplatz ist für Kinder ab 2,5 Jahren gut zu bewältigen. Geburtstage werden in der Waldspielgruppe in Jahreszeitenfesten gefeiert. Die Eltern erhalten zum Start der Waldspielgruppe eine Liste, in welcher alle Jahreszeitenfeste mit Datum und Kinder aufgelistet sind. Alle anderen Punkte im Konzept der Spielgruppe Ämmefröschli gelten auch für die Waldspielgruppe Ämmefröschli.

Wechselkleider / Pampers und co.:
Falls das Kind noch nicht zuverlässig und selbstständig zur Toilette geht, geben die Eltern Wechselkleider mit. Alle anderen Unglücke decken wir in den Innengruppen mit unserem Zweitkleiderangebot ab. Pampers und Putztücher werden ebenfalls von den Eltern im Rucksack mitgegeben. Infos über Windelkinder werden vertraulich behandelt. Gewindelt wird nur, wenn das Kind und die Eltern ihr Einverständnis geben. Dazu ziehen wir uns in einen Raum zurück, die anderen Kinder werden in dieser Zeit zurückgehalten. Die Intimsphäre ist damit vorhanden.

Weiterbildungen des pädagogischen Personals:
Wir verpflichten uns, dass jede Pädagogin mindestens 12 Stunden Weiterbildungen im Jahr besucht. Die Themen der Weiterbildungen darf jede Pädagogin frei wählen. Mit dem Geld aus den Einschreibegebühren werden Aus und Weiterbildungskosten vom Verein Spielgruppe Ämmefröschli übernommen, die Höhe des zur Verfügung stehenden Geldes pro Person werden gemeinsam im Team besprochen und festgelegt.

Zahnfreundliche Spielgruppe:
Wir sind im Besitz des Labels Zahnfreundliche Spielgruppe des SSLV. Wir informieren die Eltern schriftlich und mündlich über die Wichtigkeit des gesunden Znünis und werden Kindern die Znünibox verweigern, wenn sich darin etwas Zuckerhaltiges befindet. Auf das Zähneputzen verzichten wir, da dies mit unserer Einrichtung nicht zu bewerkstelligen ist. Die Aufenthaltsdauer von bis zu 3 Stunden ist zu kurz. Die Zahngesundheit liegt uns sehr am Herzen und wir werden Eltern auf fehlende Zahnhygiene aufmerksam machen.

Znüni:
Das Kind bringt sein Znüni selber mit. Es soll gesund sein, gut zu essen, keinen Zucker und keine Schokolade enthalten. Die Eltern werden mit dem Flyer des ASO über die Wichtigkeit eines gesunden Znünis aufgeklärt, der Flyer ist in verschiedenen Sprachen vorhanden. Zum Trinken bieten wir den Kindern Wasser oder Tee ohne Zucker an. Zuckerhaltige Znüni darf das Kind nicht essen, wir haben als Alternativen immer etwas Gesundes im Büro, was wir den Kindern anbieten werden, wenn sie ihr mitgebrachtes Znüni nicht essen dürfen.

Zweierleitung:
Zur Qualitätssteigerung und Sicherheit der Kinder arbeiten wir immer in Zweierleitung. Die Zweierleitung ist ein Qualitätsmerkmal des SSLV und der IG Spielgruppen Schweiz. Eine Person im Zweierleitungsteam ist immer eine ausgebildete Spielgruppenpädagogin, die zweite Person kann eine Spielgruppenpädagogin, eine Fachfrau Betreuung, eine Behindertenbetreuerin, eine Schülerin, ein Schüler, eine Rentnerin oder eine Mutter eines Kindes sein. Sehr geschätzt werden bei uns die LIFT- Kinder, Kinder aus der Schule Biberist welche bei uns ein Arbeitspraktikum von 6 Monaten machen.

Ziele der Spielgruppe Ämmefröschli:
Die Spielgruppe Ämmefröschli bietet frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung und unterstützt die soziale, emotionale, kognitive, körperliche und psychische Entwicklung von allen Kindern zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Das zentrale Bildungsmittel in diesem Alter ist das Spiel, welches in der Spielgruppe im Mittelpunkt steht. Die Spielgruppe Ämmefröschli fördert Elternkontakte/Elternbildung, in dem sie Eltern in die Spielgruppenarbeit einbezieht sowie Austauschgefässe wie Elternabende, Elternveranstaltungen und Elterngespräche anbietet. Die Spielgruppe Ämmefröschli  ist für Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund ein wichtiger Schritt zur Integration, ebenso für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Ein Spielgruppenbesuch erleichtert den Start in den zukünftigen Schulalltag für alle Kinder und ist somit ein Beitrag zur Chancengleichheit.